Es gibt weltweit nur sehr wenige Blankwaffen die eine derart lange historische Tradition haben wie das Samuraischwert. Der Mythos und die Faszination die von dem japanischen Schwert ausgeht begeistern viele Blankwaffenfreunde weltweit.
Seine besondere Stellung hat das Samuraischwert in Japan, weil es zu den drei Kaiserlichen Insignien gehörte: der Spiegel, das Juwel und das kusanagi-no-tsurugi Schwert, das der Legende nach die Sonnengöttin Amaterasu ihrem Enkel übergab, als er die Herrschaft über Japan bekam. Es gab Schwerter denen man spirituelle Kraft nachsagte. Die Schwerter wurden in den Samuraifamilien jeweils als das kostbarste Gut an die Erben weitergegeben. Sein Schwert zu verlieren war das Schlimmste was einem Samurai passieren konnte.
Eine Verordnung des Tokugawa leyasu besagte: Das Schwert ist die Seele des Samurais, wer es verliert ist entehrt und der strengsten Strafe verfallen. Das Schwert war ein Statussymbol und gleichzeitig eine Furchterregende Waffe. Keine andere Waffe der Welt hat eine so wichtige Bedeutung in seinem Land gehabt wie das
Samuraischwert in Japan. Aufgrund seiner Form, war die Katana als spaltendes Schwert geschaffen. Die Hiebformen waren namentlich festgelegt. Es gab senkrechte, diagonale, waagerechte Hiebe usw.
Die Schwertschmiedekunst kam über Korea nach Japan. Schon in der Heian-Zeit, 794 bis 1191, war die Schwertschmiedekunst auf sehr hohem Niveau. Natürlich unterlagen die Klingenformen, die Schmiedetechniken und der Schwertschmuck im Laufe der Zeit einem gewissen Modetrend. Es gab im Laufe der Geschichte Schmiede, die vom Kaiser für Ihre Tätigkeit hohe Ehrentitel verliehen bekamen. Selbst Kaiser gingen in die Geschichte als Schwert-Schmiede ein.
Das
Tachi
war das Zweihand-Hofschwert des Adels, das waagerecht mit der Schneide nach unten getragen wurde. Es ist langer als das Katana und unterscheidet sich, neben der andersartigen Trageweise, auch in seiner Montierung vom Katana.
Auch auf seinem Holzstander (Katana-kake) steht das Tachi anders als das Katana, nämlich mit der Schneidespitze nach unten. Sein Ursprung geht weit zurück, als der Wunsch nach einem längeren Schwert vor allem bei den Reitern aufkam. Das Tachi hat meistens eine edlere Montierung als das Katana.
Katana und das kürzere Wakizashi waren die Kampfschwerter der Saumrai. Beide zusammen werden als Daisho bezeichnet. Die Nomenklatur der Japaner unterscheidet die Schwerter nach Klingenlangen:
das Nodachi war das längste Schwert mit einer Lange bis 180 cm.
das Katana ist das längste des Daisho-Satzes mit einer Klingenlange von über 60 cm.
das Wakizashi hat eine Klingenlange von 30 bis 60 cm.
der
Tanto hat eine Klingenlange von weniger als 30 cm.
das Aikuchi ist auch ein Tanto, jedoch ohne Tsuba.
Im weitere Klassifizierung ist die nach Perioden: Kodo-Periode von 900 bis 1530 Shinto-Periode 1530 bis 1867